Wie hat sich das entwickelt?

Nach der auf ihrer Homepage zu findenden Kurzbiographie soll sie schon im Alter von 6 Jahren erste Visionen gehabt haben. Im Zuge einer schweren Erkrankung im Erwachsenenalter erbat sie sich göttliche Hilfe (1983) und meinte daraufhin von Gott-Vater angesprochen worden zu sein. Sie schloss sich dann kurzzeitig der Schönstatt-Bewegung (1989) an. Später bewegte sie sich vor allem im traditionalistischem Umfeld, besonders dem der Priesterbruderschaft St. Pius X.

Nachdem sie mit ihren Botschaften in die Öffentlichkeit getreten war, kam es bald zu Konflikten mit Priestern und kirchlichen Einrichtungen, in denen sie aufgetreten war. Mehrere sprachen daraufhin Hausverbote aus. Dem 82-jährigen Priester, der sich ihr angeschlossen hat, wurden ihm Raum der kath. Kirche priesterliche Befugnisse entzogen. (In den "Botschaften" erscheint er als Gottes "Priestersohn Rudi".) Nachdem die "Botschaften" vor allem an Marien-Wallfahrtsorten (Heroldsbach), bei Gemeindegottesdiensten und in traditionalistischen Kirchen verkündet wurden, ist die Gruppe später auf private Hauskapellen in Häusern von Anhängern ausgewichen. Solche bestehen bzw. bestanden in Duderstadt (bis 2008), Göttingen, Gestratz (bis Ende 2008), Göritz, Euskirchen und Bad Hersfeld. Viele Sympathisanten aus dem traditionalistischen Umfeld haben sich inzwischen von Frau Mewis und ihrer Gruppe wieder abgewandt. 

Als Reaktion darauf scheint sich die Gruppe zu radikalisieren. Es tauchen Botschaften auf, die zur Trennung von Kindern auffordern, die diesen Weg nicht mitgehen bzw. überhaupt die Distanz gegenüber "modernistischen" Menschen anmahnen. (näheres hier) Weiterhin scheint die Gruppe auf die Gründung einer eigenen "Kirche" hinzusteuern.

Ursprünglich gab Frau Mewis als Absender der "Botschaften" vor allem Jesus und auch Maria an. Seit April 2008 kommen die "Botschaften" nach ihren Angaben von Gott-Vater. Vereinzelt sollen auch "Botschaften" von verschiedenen Heiligen (Hl. Pater Pio, Hl. Joseph) kommen.

Ende 2008 muss es (wohl vor allem aufgrund finanzieller Forderungen) zu internen Spannungen gekommen sein. In der Folge davon gingen die meisten der oben genannten Hauskapellen den Mewis-Anhängern verloren. In den "Offenbarungen" findet sich seitdem als Ortsangabe nur noch "Göttingen" (und am 4.5.20 Opfenbach bei Wigratzbad), was darauf rückschließen lässt, dass die Gruppe auf einen kleinen Kern um die "Seherin" geschrumpft ist. Bei diversen Beobachtungen wurden 2009 nie mehr als 10 Personen gezählt. Ab Mitte 2010 taucht auch wieder eine "Hauskapelle in Göritz im Allgäu" (Opfenbach) als "Offenbarungsort". 2011 wird auch von einzelnen Anhängern in Österreich berichtet. Seit 2012 konzentrieren sich die "Offenbarungen" in Mellatz/Opfenbach, während 2013 fast nur noch Göttingen erscheint..

Trotz der Ablehnung von Seiten der traditionalistischen Pius-Bruderschaft wurde diese in den Botschaften immer wieder als ideale Verkörperung der richtigen katholischen Tradition gesehen. Das änderte sich Mitte 2009. In der "Botschaft" vom 21.6.09 geht man auf Distanz zur Pius-Bruderschaft, was sich schon in früheren "Botschaften" angekündigt hatte. Statt dessen wird jetzt das "Institut Christus König und Hoherpriester" hervorgehoben: "Da Meine geliebte Piusbruderschaft sich immer mehr von Mir, dem Himmlischen Vater, absetzt und Mir den Ungehorsam beweist, habe Ich Mich, als Himmlischer Vater, diesem Institut Christus König und Hoherpriester zugewandt. Dieses Mein Institut wird euch vorgestellt als etwas ganz Großes. Was Ich von all Meinen Priestern eigentlich verlangen könnte, das wird dieses, Mein Institut, völlig in Meinem Geiste und im Heiligen Geiste erfüllen." (21.6.09) [Bei diesem Institut, das sich selbst natürlich auch von den Anne-Botschaften distanziert, handelt es sich um eine traditionalistische, allerdings im Unterschied zur Pius-Bruderschaft mit Rom verbundene Gemeinschaft innerhalb der Römisch-Katholischen Kirche.]

Seit Ende 2010 spielt auch das Rasenkreuz in Meggen (Allgäu) eine gewisse Rolle unter den Anne-Anhängern. (Info in der Wikipedia).

Ende 2012 wurde gegenüber Frau Mewis und ihren führenden Anhängern (unter ihnen Pfarrer Lodzig) ein Hausverbot in der Gebetsstätte Heroldsbach ausgesprochen,