Unity of Man

Ursprung: 1950 gründete Kirpal Singh den Ruhani Satsang als eine Richtung des Sant Mat. Bekannt wurde er 1974 mit seiner "Weltkonferenz für die Einheit der Menschen", die durch die von ihm gegründete "Unity of Man"  in Delhi veranstaltet wurde. Nach seinem Tod setzte ein Kampf um die Nachfolge ein, in dessen Folge drei Nachfolgezweige und viele Splittergemeinschaften entstanden. Harbhajan Singh gehörte ursprünglich zum Nachfolgezweig um Sant Thakar Singh. Als dieser sich aber immer stärker als Guru verehren ließ, trennte sich Harbhajan Singh 1977 von ihm und gründete "Unity of Man" als eigenständige Organisation, die als dritter Nachfolgezweig Kirpal Singhs damit in Konkurrenz zu den beiden anderen Zweigen unter Thakar Singh und Darshan Singh trat.
Seit dem Tod Harbhajan Singhs 1995 wird die Gruppe von seiner Frau Surinder Kaur geleitet.

Lehre: fußt auf dem Sant Mat (hinduist. Reformbewegung des 19. Jhds.). Durch die Einführung in die Gemeinschaft soll der Mensch zu einer „bewussten Verbindung mit der Gotteskraft" geführt werden. Obwohl sich die Gruppe nach außen als offen darstellt, ist sie in der Praxis doch abgegrenzt. Praktiziert werden verschiedene Yogaübungen, durch die der Mensch sein Wesen erkennen soll, nämlich dass er nicht Körper, sondern Seele ist, um so stufenweise immer höhere Bewusstseinszustände zu erreichen. Wie auch bei anderen Guru-Bewegungen nimmt die Person des Meisters dabei eine wichtige Rolle ein.

Verbreitung: Vortragsangebote gab es in Dresden und Leipzig. In Leipzig existiert inzwischen eine Gruppe. In größeren Abständen wird mit plakatierten Zetteln geworben, die meist österreichische Kontaktdaten enthalten.

Weitere Informationen:
Selbstdarstellung
kritische Informationen:

  • "Informationen über neue religiöse und weltanschauliche Bewegungen und sogenannte Psychogruppen", Senatsverwaltung für Jugend und Familie, Berlin 1994, S. 13
  • G. Schmid und G.O. Schmid (Hg): Kirchen, Sekten, Religionen - Religiöse Gemeinschaften, weltanschauliche Gruppierungen und Psycho-Organisationen im deutschen Sprachraum; Zürich 2003; (Theologischer Verlag); 7. Auflage, S. 360f
  • R. Hummel: Gurus in Ost und West; Gütersloh 1984; (Gütersloher Verlagshaus Gerd Mohn); 1. Auflage, S. 168
  • Hans Krech, Matthias Kleiminger (Hg): Handbuch Religiöse Gemeinschaften und Weltanschauungen; Gütersloh 2006; (Gütersloher Verlagshaus Gerd Mohn); 6. Auflage, S. 916ff