Sathya Sai Baba

Ursprung: 1961 rief Sai Baba (+ 2011), der sich als Wiederverkörperung eines 1918 verstorbenen Gurus versteht, in Indien die „Sathya-Sai-Ära" aus.

Lehre: Die Sai-Religion sei die Essenz aller Religionen. Sai Baba gilt als „der Allgegenwärtige, Allmächtige und Allwissende", die Hingabe an Gott vollzieht sich konkret in der Hingabe an ihn. Er hält sich für eine Wiederkehr der indischen Gottheiten Shiva und Shakti und zugleich (seit westliche Anhänger zu ihm kamen) auch als Wiederkehr Jesu Christi. Sai Baba tritt gern als Wundertäter hervor, wobei seine Spezialität neben Heilungen mittels „Heiliger Asche" sogenannte Materialisationen sind. Dabei zaubert er Gegenstände aus der Luft hervor, was jedoch in Einzelfällen bereits als Taschenspielertricks entlarvt wurde. Bei westlichen Besuchern erregte seine Praxis Befremden, mitunter durch Berührung der Genitalien seiner Schüler deren „niedere Chakren zu reinigen" bzw. die "Kundalini-Energie" zu aktivieren. Bei ehemaligen Anhängern sind auch noch weiter gehende Vorwürfe zu sexuellen Praktiken nicht verstummt.

Verbreitung: Weltweit, mit großem (auch politischem) Einfluss in Indien. In Europa sind vor allem in Italien starke Aktivitäten zu verzeichnen, in Deutschland existieren 16 Zentren und 22 Gruppen. In Sachsen gibt es in Leipzig und Dresden jeweils eine Gruppe.

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